Wie du die Neugier und Verbindung deiner Kinder in jeder Jahreszeit förderst.

Rachel Carson schrieb einmal:

Soll ein Kind seinen angeborenen Sinn für das Staunen ohne ein solches Feengeschenk lebendig halten, braucht es die Gesellschaft wenigstens eines Erwachsenen, der seine Freude und Begeisterung teilt und der mit dem Kind das Geheimnis der Welt, in der wir leben, neu entdeckt.

Rachel Carson, Magie des Staunens – Die liebe zur Natur entdecken.

In einer Welt, die kaum stillhält, ist eines der größten Geschenke, die wir unserem Kind mitgeben können, langsamer zu werden und die Wunder, um uns herum zu beobachten.

Wild Verbunden ist dafür da, um dich bei dieser Reise zu begleiten und dir über das Jahr saisonale Ideen für das gemeinsame Lernen, aufmerksame Beobachtungen und zeitlose Weisheiten von Naturforschern wie Rachel Carson mitzugeben, die verstanden, dass eine tiefe Verbindung zur Natur das Lernen bereichert, und zum Wohlbefinden beiträgt.

Auf meiner Homepage findest du bereits jetzt viele Materialien, die dich inspirieren und dir praktische Umsetzungsvorschläge mit auf den Weg geben, damit du zusammen mit deinen Kindern die Natur gemeinsam erforschen kannst. Aktuell gibt es ein Vogelbeobachtungs-Journal für groß und klein.

Passend zum Herbst und all den wunderbaren Geschenken, die uns diese Jahreszeit macht, möchte ich dir heute von unserer Schatzkiste, bzw. unserem Mini-Naturmuseum erzählen.

Erinnerst du dich daran, als du als Kind losgezogen bist und alles mögliche gesammelt hast? Vielleicht waren deine Taschen dann auch so voll wie meine mit Kastanien, Eicheln und hübschen Steinen. Meine Mutter war damals weniger begeistert und wenn ich heute die Wäsche meiner Kinder sortiere, kann ich nachvollziehen warum.

Aber ich sehe es als Naturmama auch aus einem anderen Blickwinkel, als nur aus der Sicht der „Wäscherin“. 

Ist dir zum Beispiel aufgefallen, wie Gefühle in der wach werden, wenn du natürliche Dinge hältst und berührst?

Rachel Carson sagte einmal, dass es nicht halb so wichtig ist zu wissen als zu fühlen.

So ist es nachvollziehbar, wenn sich unsere Kinder die Taschen und Säckchen mit Schätzen vollstopfen und große Freude daran haben, ihre Funde anschließend zu zeigen und zu sortieren.

Dabei können wir sie unterstützen. So entwickeln sie nicht nur ein Verständnis und Wertschätzung für ihre Entdeckungen, sondern auch Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Natur, welches kein Lehrbuch ihnen vermitteln kann.

Das Naturmuseum

Das Naturmuseum ist eine einfache Art, die aus einem Spaziergang, ein Abenteuer macht, die Neugier anregt und die Schätze deiner Kinder wertschätzt.

Wie du weißt, sammeln Kinder liebend gerne natürliche Dinge vom Waldboden oder am Weg. Als Eltern freut uns das, mal mehr, mal weniger. Wir nehmen die Schätze trotz allem immer mit, nur um sie dann auf dem Küchentisch und im Eingangsbereich verteilt vorzufinden. Das ist dann meistens der Moment, in dem wir uns entscheiden sie zu entsorgen. Ich werde auch das Gefühl der vollen Taschen an einem solchen Tag nicht los, wenn meine Kinder mich bitten, die Schätze nur „mal kurz“ zu halten.

Das Naturmuseum, oder von manchen auch Eichhörnchenkorb genannt, ist eine wunderbare Möglichkeit um in einer Sammelbox, Kiste, Korb oder sogar einem Setzkasten – was dem Museums Charakter eher entspricht, die magischen Dinge aufzubewahren und so am Leben zu erhalten.

Kinder können ihre Schätze organisieren, sichtbar machen und immer wieder neu entdecken, nur durch das Einrichten eines solchen Mini-Naturmuseums.

Diese Wertschätzung ermutigt dein Kind, beim sammeln noch genauer hinzusehen, baut Organisationsfähigkeiten auf und lässt die liebe zu diesen Dingen und die Natur selbst weiter wachsen.

Das schöne daran: es kostet dich absolut nichts und ist einzigartig und individuell, wie dein Kind. 

Für dich spannende Beobachtungen:

„Was sammelt mein Kind?“, „Worauf achtet es?“, „Was gefällt ihm besonders?“. Und für Gesprächsstoff ist dabei auch gesorgt.

Das ist also eine wunderbar ermutigende Aktivität, um die Schönheit der Natur nach Hause zu bringen und auch über die dunkle Jahreszeit hinaus etwas zum Bestaunen und vielleicht auch Journaln zu schaffen.

So gestaltest du ein Mini-Naturmuseum

Natürlich kannst du einfach eine Kiste hernehmen und die Schätze deines Kindes darin aufbewahren, um sie immer wieder zu betrachten. Du kannst aber auch einen schönen Korb, oder einen Setzkasten nehmen. Setzkästen werden oft auch verschenkt oder sind sehr günstig über Flohmarkt Anzeigen zu bekommen. Er kann auch als kleine Holzarbeit selbst zusammengebaut werden.

Wenn du dich für die Box entscheidest, kannst du diese in Separate Bereiche aufteilen. Entweder mit passend zugeschnittenem Karton oder du nimmst einfach einen Eierkarton.

Dekoriert die Box gemeinsam mit gepressten Pflanzen, oder malt sie an und klebt schöne, selbst gezeichnete Bilder darauf. Auch Fotos sind eine schöne Idee.

Beginnt zu sammeln. Geht auf Naturspaziergänge und ermutige dein Kind dazu, schöne Dinge mitzunehmen, wie z. B. Zapfen, Eicheln, Kastanien, Federn, Steine, Pflanzen zum pressen. Sammelt achtsam und nehmt nichts giftiges mit. Vermeidet auch alles, das euch zuhause verschimmeln oder zersetzt werden wird, wie Pilze oder Insekten, die bereits nicht mehr leben.

Beobachtet und Dokumentiert. Zuhause angekommen, könnt ihr die Schätze zu eurem Naturmuseum einsortieren. Achtet auf die Form, Farbe, Textur, Größe und wie es richt. Dein Kind und auch du, können den Schatz auch ins Journal schreiben und zeichnen wenn ihr möchtet. Vielleicht könnt ihr so auch bestimmen, was ihr da gefunden habt.

Dieses Mini-Museum ist nur eines von vielen Möglichkeiten, wie ihr mehr Natur in euren Familienalltag bringen könnt.

Viel spaß beim sammeln und bleibt wild verbunden,

Sara

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