
Die Atmosphäre hat sich verändert. Hast du es gemerkt? Die kalte Luft, die dich ganz plötzlich umgibt und dich deinen kuscheligen Cardigan enger schnallen lässt? Das bunte Herbstlaub, welches unter jedem deiner Schritte raschelt? Das goldene Licht, dass nur der Herbst zaubern kann?
Nach dem oft doch etwas hektischen Sommer, fühlt sich der Herbst immer wieder wie eine willkommene Pause an. Die Schule beginnt von neuem. Die gespitzten Stifte, die feinen Hefte, die frische Luft am Morgen auf dem Weg in die Schule und den Kindergarten.
Mit vier jungen Kindern ist ein geregelter Tagesablauf nicht immer einfach umzusetzen, weshalb es für uns schon lange nicht mehr um den perfekten Tagesplan geht. Viel mehr fokussieren wir uns nun auf den Plan, den uns die Jahreszeiten vorgeben. Das ist plötzlich viel einfacher in der Umsetzung.
Der Herbst spielt dabei eine besondere Rolle. Es kehrt wieder mehr Ruhe ein, Herbstspaziergänge stehen an der Tagesordnung, die frische, kalte Luft wirbelt um das Gesicht, Tee ist das Getränk der Wahl und die Bücherregale quellen über mit Geschichten die uns in magische Welten führen. Ist es da verwunderlich, dass der Herbst in unserer Familie als liebste Jahreszeit bezeichnet wird?
Doch es schwingt noch etwas anderes mit, etwas vergängliches, dass mich nachdenklich stimmt. Wenn wir als Familie doch das Zusammensein, die Ruhe, langsame Tage und verzauberte Geschichten so sehr genießen, warum überkommt uns dann trotz allem die Regelmäßigkeit der Hektik?
Warum dominiert trotz allem Stress und warum gleitet die Zeit geradezu durch meine Finger? Dabei will ich sie am liebsten anhalten. Wie kann es sein, dass uns die Jahreszeiten immer wieder zeigen, wie der Rhythmus sich natürlich verändern darf. Wie er mal schneller, mal langsamer und mal in freudiger Erwartung auf das neue sein darf? Warum haben wir das Gefühl, immer 100% geben zu müssen? Jeden Tag im Jahr?
Wenn ich bereits heute zurückblicke, obwohl meine Kinder noch immer jung sind, möchte ich mir selbst nur sagen: „Mach langsam!“ und „genießt gemeinsam das bunte Laub, die aufgehende Sonne, das Vogelkonzert, backt den Kuchen und freut euch, denn ihr dürft zusammen sein!“
Es geht nicht um verpasste Gelegenheiten im Job, einen Trip oder ein Auto, es geht nicht darum, möglichst viele materielle Güter in kurzer Zeit zu sammeln, Nein. Es geht um unsere Verbindung zueinander und das diese nicht selbstverständlich ist. Diese Verbindung ist es, die uns bereits heute trägt und auch morgen die wichtigste Erinnerung sein wird . Das ist es, was wahrhaftig bleibt. Dich Verbindung braucht Zeit.
Während die Blätter also fallen, lade ich dich und mich zu folgendem ein: es ist noch nicht zu spät um anzufangen und das Leben auf unsere Art zu genießen. Es ist nicht zu spät, den Mut aufzubringen und langsamer, intensiver und achtsamer zu leben.
Ich wünsche dir eine wunderschöne Herbstzeit mit deinen Kindern. Aus meinem Zuhause, an dein Zuhause.
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