Starte jetzt deinen Herbstgarten mit Kindern: einfache Tipps, geeignetes Gemüse & Ideen für ein gemeinsames Natur-Abenteuer. 🌱🍂

Der Herbst ist für die Erntezeit bekannt. Trotzdem ist es noch nicht zu spät, um auch jetzt noch einen Herbstgarten zu starten.

Hast du schon einmal eine riesige Zucchini oder eine Schüssel voller Tomaten aus dem Garten einer Freundin geschenkt bekommen? Und hast du dir dabei gedacht: „Ach, hätte ich doch auch einen Garten angelegt!“

Die gute Nachricht: Es ist noch nicht zu spät! Der Herbst gilt zwar traditionell als Erntezeit, eignet sich aber genauso gut, um noch schnell ein paar Samen auszusäen und vor dem Winter zu ernten.

Ich zeige dir, wie wir im Herbst ganz einfach loslegen können und wie Kinder dabei nicht nur Spaß haben, sondern auch jede Menge lernen. Also: Zieh die Gartenhandschuhe an, schnapp dir deine Kids und ab in den Garten!

Die Igel freuen sich, wenn wir unseren Garten nicht aufgeräumt in den Winterschlaf schicken

Gärtnern geht überall

Das Schöne am Gärtnern ist: Es geht fast überall.

Im Beet, im eigenen Garten, in Hochbeeten der Gemeinschaftsgärten, in Töpfen und Kästen auf dem Balkon oder sogar am Fensterbrett. Wenn wir das Glück haben, ein Gewächshaus nutzen zu können, klappt das auch hier wunderbar.

Du brauchst keine große Fläche. Schon ein paar Pflanzkübel auf der Terrasse können im Herbst erstaunlich viel Ertrag bringen.

Die Vorbereitung des Bodens ist die halbe Ernte

Boden vorbereiten – die Grundlage für alles

Bevor gesät wird, braucht der Boden Pflege. Eine gute Erde ist die Basis, damit Pflanzen kräftig wachsen.

Für Beete und Hochbeete empfiehlt es sich, den Boden zu verbessern, z. B. mit Kompost oder Torffreier Gartenerde. Das lockert die Erde, speichert Feuchtigkeit und versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen.

Für Töpfe gilt: nicht am Substrat sparen! Du brauchst hochwertige Gemüseerde, am besten fragst du einen Gärtner, der berät dich sicher gerne.

Kohl pflanzen klappt auch im Herbst

Was im Herbst noch wächst

Und jetzt zur wichtigsten Frage: Was kannst du überhaupt noch pflanzen?

Der Star im Herbstgarten sind eindeutig Radieschen, weil perfekt für Kinder. Nach wenigen Tagen keimen sie bereits und sind oft nach drei Wochen erntereif.

Daneben eignen sich viele Herbst- und Wintergemüse, zum Beispiel:

Salate, Spinat, Karotten, Rote Bete, Kohl (Grünkohl, Wirsing, Rosenkohl), Brokkoli & Blumenkohl, Zwiebeln, Lauch, Pastinaken & Steckrüben, Erbsen (verschiedene Sorten sind besonders spannend für Kinder)

Das Klima bestimmt die Auswahl

Nicht jeder Standort eignet sich für jedes Gemüse. Während an Sonnenexponierten Standorten noch vieles gedeiht, endet die Saison in kühleren Gärten früher. Informiere dich, welche Pflanzen an deinem Standort im Herbst noch wachsen – so erhöhst du deine Erfolgschancen enorm.

Die Auswahl der Samen ist spannend und macht mit den Kindern großen Spaß

Samen auswählen – Tradition trifft Vielfalt

Ich liebe alte, samenfeste Sorten. Sie haben den Vorteil, dass man ihre Samen im nächsten Jahr wieder aussäen kann. Außerdem bringen ungewöhnliche Sorten, wie lila Möhren oder Erbsen mit violetten Schoten Extra-Spaß für Kinder.

Und keine Sorge: Gärtnern ist immer auch ein bisschen Trial & Error. Mal klappt’s, mal nicht, wichtig ist, es auszuprobieren.

Es muss kein großer Garten sein. Auch ein Pflanzkasten kann zu einer Spielwiese werden

Mit Kindern gärtnern – ein Outdoor-Klassenzimmer

„Nicht alle Klassenzimmer haben vier Wände“, lautet ein Spruch, den ich besonders mag. Der Garten ist ein lebendiger Lernort:

Kinder lernen Geduld, weil sie auf die Ernte warten müssen. Sie üben Aufmerksamkeit, wenn sie täglich nach Schädlingen schauen. Sie entwickeln Verantwortungsbewusstsein, wenn sie den Wasserbedarf der Pflanzen im Blick behalten.

Und nebenbei erfahren sie spielerisch, wo unser Essen herkommt.

Kinder einbinden – von Anfang an

Natürlich könntest du den Garten allein vorbereiten und die Kinder nur beim Säen helfen lassen. Doch viel spannender ist es, sie wirklich mitplanen zu lassen:

gemeinsam das Saatgut aussuchen. ausrechnen, wie viele Säcke Erde gebraucht werden, Pflanztagebuch führen, das Wachstum dokumentieren.

Selbst kleine Kinder können mithelfen, etwa indem sie mit einer Sprühflasche gießen. Das Ergebnis: ein gemeinsames Projekt, das verbindet.

Achtsamkeit im Garten ist zu jeder Jahreszeit möglich

Warum sich ein Herbstgarten lohnt

Neben dem Spaß und dem Lernfaktor bringt der Garten weitere Vorteile:

frisches, gesundes Gemüse direkt vor der Haustür, Bewegung und frische Luft für die ganze Familie, gemeinsame Qualitätszeit, ganz ohne Bildschirm

Und das Beste: Um zu starten, brauchst du nicht viel. Ein paar Pappbecher, Erde und Samen reichen, um loszulegen.

Fazit

Ein Herbstgarten muss nicht perfekt sein. Er ist eine Einladung, Neues auszuprobieren, mit den Kindern zu entdecken und gemeinsam die Natur zu erleben.

Also: Raus in den Garten, Hände dreckig machen und den Herbst noch einmal richtig genießen! 🌱🍂


Wie wird ein naturnaher Garten angelegt? Welche Vögel singen hier und was brauchen sie, um sich im Garten wohl zu fühlen? Wie kann ich meine Naturverbindung in meinem Garten stärken und gleichzeitig Vielfalt fördern?

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