Hast du Angst, allein im Wald zu sein? In diesem persönlichen Blogartikel erzähle ich, wie ich gelernt habe, mich im Wald sicher zu fühlen. Und was auch dir helfen kann.
Denn viele Mütter sehnen sich nach einem Moment für sich, nach Ruhe, Natur, Verbindung. Und oft führt dieser Weg in den Wald. Doch was passiert, wenn auf einmal Angst aufkommt?
🌲 Vorweg: Deine Angst ist berechtigt und ganz natürlich
Der Mensch ist nicht dafür gemacht, allein in die Wildnis zu gehen. In unserer evolutionären Vergangenheit hätte das lebensbedrohlich sein können: Ein Säbelzahntiger, ein Bär, ein feindlicher Stamm. Alleinsein bedeutete Gefahr.
Diese Urangst sitzt tief in uns, und sie ist nicht irrational. Du bildest sie dir nicht ein.
Sie ist ein natürlicher Schutzmechanismus. Und doch: Heute dürfen wir neu lernen, mit dieser Angst umzugehen – weil wir uns wieder nach dem Wald sehnen. Weil wir spüren, dass er uns ruft.
Ich nenne dieses Gefühl „Waldweh“, dieses tiefe Sehnen, zurück in den Wald zu gehen, obwohl da auch Angst ist.
Und genau das darfst du erleben. Du hast ein Recht auf Naturverbindung.
Und vor allem: Deine Kinder haben auch ein Recht darauf. Wenn du ihnen vorlebst, dass man dem Wald vertrauen darf, werden sie mit sehr viel weniger Angst durch ihn gehen.
🌿 Meine persönliche Geschichte
Ich selbst bin mit Angst vor dem Wald aufgewachsen.
Meine Eltern wollten nicht, dass ich in den Wald gehe. Wenn ich es doch tat, gab es Ärger und so wurde mir früh beigebracht, dass der Wald etwas Gefährliches, Dunkles, Unheimliches ist.
Ich habe den Wald gesehen, wie man ihn aus Märchen und Filmen kennt, als etwas Bedrohliches.
Erst viel später habe ich begonnen, mich meiner Angst zu stellen. Und zwar Schritt für Schritt.
🐾 Wie ich meine Angst überwunden habe, ganz praktisch
Ich bin nicht allein gestartet. Am Anfang habe ich mir immer eine Begleitung gesucht. Ich bin mit Freundinnen oder meinem Partner gegangen. Ich habe Tiere mitgenommen. Besonders geholfen hat mir mein Pferd. Ich bin sehr viel mit meinem Pferd durch den Wald spaziert und hatte dabei nie Angst. Das Tier hat mir Ruhe, Sicherheit und Erdung gegeben. Später waren meine Kinder dabei. Auch das hat mir geholfen, weil ich nicht mehr auf mich fokussiert war, sondern auf das gemeinsame Erleben.
🎯 Was ich heute bewusst tue, und was nicht
Wenn ich mit meinen Kindern oder meiner Familie im Wald bin, wirst du mich niemals mit dem Handy in der Hand sehen. Ich lenke mich nicht ab. Ich bin ganz da, mit meiner vollen Aufmerksamkeit im Moment, im Wald, bei den Geräuschen, den Bewegungen, den Zeichen in der Natur, mir selbst und meinen Kindern.
Und weißt du, was dann passiert?
Ich nehme alles wahr:
Ein Reh, das plötzlich auftaucht.
Ein Vogel, der ruft.
Ein Rascheln im Gebüsch.
Die Tropfen auf den Blättern.
Das Krabbeln von Käfern.
Die kleinen Dinge, die man nur sieht, wenn man wirklich da ist.
Diese volle Präsenz macht dich nicht nur sicherer, sie macht dich selbstbewusst.
Du wirst nicht mehr zum „ängstlichen Kaninchen“, das durch den Wald huscht. Du bist da, aufgerichtet.
Du nimmst Raum ein. Du wirst gesehen und du siehst.
Das verändert alles.
Mein Fazit für dich
Du darfst Angst haben. Und du darfst trotzdem in den Wald gehen. Du darfst dir Zeit lassen.
Du darfst klein anfangen. Aber du hast ein Recht darauf, den Wald nicht nur zu fürchten, sondern auch zu lieben. Du hast ein Recht auf diese Rückverbindung. Und deine Kinder auch.
Wenn du sie begleitest, begleitest du auch dich selbst zurück in deine wilde, uralte Kraft.
Lass uns darüber reden!
Kennst du das Gefühl, allein im Wald Angst zu haben? Was hat dir geholfen, mutiger zu werden? Oder möchtest du dich erst noch annähern?
Ich freue mich über deinen Kommentar.
Und wenn du magst, lade dir mein Handout mit den 7 Wegen, dich im Wald sicher und stark zu fühlen herunter und teile es mit einer Frau, die diese Wege gehen möchte.

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