Kreativ die Natur entdecken

Jetzt habe ich schon so oft das Nature Journaling angesprochen, dass ich dir jetzt mal etwas mehr darüber erzählen möchte.

Vielleicht kennst du es auch schon und findest hier trotzdem noch ein bisschen Inspiration dazu. Hauptsächlich wird es hier um das Nature Journaling mit Kindern gehen.

Was ist Nature Journaling?

Beim Nature Journaling wird eine Naturbeobachtung über Worte, Bilder und Zahlen in einem Notizbuch oder in einem Heft notiert. Das geschieht auf eine kreative und Neugierde weckende Weise. Dieser Prozess des Journalings soll die natürliche Welt eröffnen und dem Menschen die Möglichkeit geben, hier wirklich richtig tief einzutauchen. Es gibt ganz viele verschiedene Möglichkeiten, wie das gemacht werden kann. In dem du schreibst, malst, dichtest oder auch einfach nur Daten sammelst.

Jeder kann ganz unterschiedlich rangehen. Ich werde dir hier erzählen, wie man mit Kindern ganz gut an dieses Thema rangehen kann. Erstmal aber das Warum.

Warum solltest du das Nature Journaling in euren Familienalltag integriert?

Was könnte hier deine Motivation sein? Ich nehme es vorne weg. Kinder, die viel in der Natur sind und sich mit der Natur beschäftigen, sind einer Studie nach intelligenter und fähig, besser mit anderen klarzukommen. Die sozialen Aspekte spielen hier also mit rein. Sie sind außerdem gesünder und glücklicher, wenn sie regelmäßig draußen sind und die Möglichkeit bekommen, frei und unstrukturiert im draußen zu spielen. Die Vorteile sind also mentale, soziale und physische Aspekte.

Betrachten wir die mentalen Aspekte, dann lässt sich anführen, dass es Kindern und auch Erwachsenen bereits ab fünf Minuten Draußenzeit deutlich besser geht, was das Wohlfühlen betrifft.

Das fand die University of Essex in England heraus. Problemlösefähigkeiten, die Fähigkeit, sich zu fokussieren, Selbstdisziplin, eine Reduktion von Aggression und mehr Zufriedenheit, sowie Kreativität und Lernbereitschaft. Das alles schaffen wir schon ab fünf Minuten Naturzeit draußen.

Physisch kann man sagen, dass die Motorik verbessert wird, Muskeln aufgebaut werden und sicheres Spiel geübt wird. Und im sozialen Kontext werden kann beobachtet werden, dass das Kind flexibler wird, der Gemeinschaftssinn sich verbessert und die Kooperationsfähigkeit steigt, sowie die Selbstfürsorge trainiert wird. Das alles sind laut dieser Studie die Vorteile von Zeit in der Natur. Ganz schön viel, oder?

Das Nature Journaling integrieren

Der nächste Schritt kann nun sein, Naturlernen in die draußen Zeit zu integrieren. Denn Kinder, die in der Natur aufwachsen und über sie lernen, haben als Erwachsene ein großes Interesse am Erhalt der Natur.

Gründe für eine Familie, um auch das lernen über die Natur während des draußen Seins zu integrieren, könnten sein:

– dass ein bestimmtes Thema erarbeitet werden soll

– dass man Arten kennenlernen möchte, die lokal vorzufinden sind

– dass die Resilienz gesteigert werden soll, was durch lange Spaziergänge mit Menschen, die man lieb hat, passiert

– dass Zeit miteinander verbracht werden soll

– dass eine Wertschätzung und auch der Glaube gestärkt werden soll

Hier gibt es ganz viele unterschiedliche persönliche Gründe. Ich empfehle dir, dass du deinen Grund einfach niederschreibst und dich immer wieder darauf besinnst und darauf eingehst, was es deiner Familie an Positivität bringt, mit dem Nature Journaling anzufangen.

Schöne Bilder malen?

Beim Nature Journaling ist es ganz wichtig zu verstehen, dass es nicht darum geht, schöne Bilder zu malen.

Es passiert mir auch immer wieder, dass ich dies vergesse, wenn ich durch die socialen Medien scrolle und ein schönes Naturbild sehe. Bilder von Menschen, die ganz realistische Bilder zeichnen. Da kommt dann ganz schnell mein innerer Kritiker heraus. Der sagt mir dann z.B. du kannst ja kein Stück malen, lass es einfach bleiben, du hast kein Talent. Ich muss mich dann aktiv daran erinnern, dass es überhaupt gar nicht darum geht.

Worum geht es dann?

Das Nature Journaling ist eine wissenschaftliche und auch verbindende Methode. Es geht ums Lernen über die Mitwelt. Nature Journaling kann deshalb in jeder Familie und Schule umgesetzt werden. Da Eltern oder auch die Pädagogen keine Künstler oder Biologen sein müssen.

Gemeinsam lernen ist möglich. Das Nature Journaling ist in sich bereits ein Lernfeld und muss nicht durch weitere Methoden ergänzt werden.

Kinder zeigen im Nature Journal ganz deutlich, was sie gerade interessiert, was sie sehen und folgen ihrer Neugier. Daran kann angeknüpft werden.

Ganz wichtig ist auch, dass wir im Nature Journal nicht bewerten. Die Gedanken der Kinder dürfen sich austoben.

Hier ist es auch mal möglich, einfach Fragen zu stellen, einfach mal Vergleiche anzustellen und sich dadurch zu verbinden. Interdisziplinäres Lernen ist im Nature Journal somit absolut möglich.

Und wie starte ich?

Starten kannst du, indem du dir zunächst einen Sitzplatz suchst. Ein Sitzplatz ist ein Ort, den du über einen Zeitraum immer wieder besuchst. Von dort aus beobachtest du regelmäßig die Natur um dich herum. Die Vorteile sind, dass man am Sitzplatz eine Verbindung zur natürlichen Welt um den Sitzplatz aufbauen kann.

Es kann von hier aus die Landschaft kennengelernt werden, die Wildtiere, die dort leben, die Artenvielfalt und auch eine saisonale Beobachtung ist möglich. Der Sitzplatz sollte in der Nähe sein, damit du einfach auch regelmäßig hingehen kannst. Hier eignen sich ein Garten, ein Park, ein Friedhof, weil der sehr still und friedlich und leise ist und man hier sehr viele Tiere entdecken kann.

Allerdings solltest du natürlich berücksichtigen, dass ein Friedhof kein Platz ist, an dem man zum Spielen hingeht. Also wenn die Kinder noch jünger sind und das nicht verstehen, dass hier wirklich Ruhe sein sollte, dann eignet sich vielleicht ein anderer Platz besser.

Auch der Wald ist gut geeignet. Genau wie eine Wiese oder auch ein Platz am Fenster. Hauptsache ein Blick ins Grüne ist gegeben.

Plan dir zum journaln mit den Kindern Zeit ein. Entweder seltener und dafür vielleicht länger oder kürzer und dafür öfter.

Du kannst es in den Tagesablauf integrieren, dass ihr zum Beispiel einen Ausflug macht. Du kannst aber auch nur eine kurze Runde gehen und hierbei das journaln integrieren.

Die Metadaten

Wenn ihr an eurem Sitzplatz angekommen seid, dann gebt euch erstmal Zeit auch wirklich anzukommen.

Also lass deine Kinder, auch gerne erstmal spielen und sich austoben. Das hilft dann nachher, wenn die Konzentration verlangt wird. Im Spiel werden ja auch so viele Fähigkeiten gestärkt, also sei hier nicht zu streng.

Anschleißend notiert ihr die Metadaten, wie das Datum, das Wetter, die Temperatur. Vielleicht auch die Mondphasen und Koordinaten.

Der Schlüssel zum erfolgreichen Nature Journaling

Wenn ihr soweit seid, um loszulegen, dann ist der Schlüssel für Naturverstehen das Beobachten. Beginnt langsam. Am besten nicht zu viele visuelle Überforderungen gleich am Anfang. Startet erst mal nur mit einem Blatt oder einem Baum und nicht gleich eine ganze Landschaft. Zeichnet den Naturgegenstand wie die Pflanze, das Tier oder den Pilz ab und beginnt euch Fragen zu stellen, die Sinne zu aktivieren. Taucht tief in eure Neugier ein. Wie Alice in die Hasenhöhle.

Macht euch Gedanken zur Oberflächenstruktur, wie ist denn die? Welche Laute gibt der Vogel von sich? Welche Farbe hat die Blüte?

Macht es nicht zu kompliziert, die Einfachheit ist hier der Schlüssel.

Wie umgehen mit den Fragen?

Wenn das Kind Fragen an den Erwachsenen stellt, dann muss es nicht sein, dass diese auch augenblicklich beantwortet werden. Vielleicht bleiben diese auch einfach offen und sie werden überhaupt nicht beantwortet.

Erstens wird sich dein Kind freuen, dass auch du nicht alles weißt. Und wenn das Interesse groß genug ist, dann kann das Kind selber herausfinden, was hier eigentlich gerade passiert ist und seine Gedanken dazu niederschreiben.

Skizzen, Notizen, Bilder und co.

Es wird reingeschrieben, was eigentlich beobachtet wurde. Lass dein Kind ruhig auch erzählen. Durch Worte wird das erlebte verarbeitet. Auch das Zählen, Wiegen, Messen kann hierbei helfen.

Ganz wichtig ist auch, dass du wirklich nicht korrigierst im Journal. Wenn dein Kind am Schreiben ist und sich im Schreibfluss befindet, dann mach keine Korrekturen, streiche auf keinen Fall etwas durch. Dafür findest du an anderer Stelle sicher einen besseren Platz um darauf einzugehen.

Das Nature Journal gehört wirklich deinem Kind und es geht um die Verbindung zu dem Objekt und zu nichts anderem.

Nature Journaling und „schlechtes“ Wetter

Draußen Nature Journaln funktioniert nicht immer. Bei guter Witterung sollte es aber bevorzugt in der Natur gemacht werden. Einfach hinsetzen und losjourneln. Bei schlechtem Wetter kann dagegen erst nach dem Spaziergang und der Draußenzeit zu Hause gejournalt werden.

Vielleicht könnt ihr euch eine kleine Schüssel mit Naturschätzen anlegen, die ihr dann mit den Dingen füllt, die ihr gesammelt habt. Teilt und sprecht miteinander über eure gesammelten Fundstücke.

Integriert das Journaling einfach so in euren Familienalltag, wie es für euch stimmig ist und passt. Probiert euch einfach aus und findet gemeinsam heraus, was da geeignet ist.

Mein Kind kann noch nicht schreiben/Mein Kind möchte nicht malen

Wenn ein Kind nicht schreiben kann, dann kannst du gerne für das Kind schreiben.

Du kannst die Gedanken des Kindes einfach notieren. Frag hierzu das Kind, was es gerne schreiben möchte und übernimm das eins zu eins. Und wenn ein Kind partout nicht zeichnen möchte, was auch mal passieren kann, weil es einfach keine Lust hat, dann nutzt andere Herangehensweisen. Erstellt zum Beispiel Diagramme oder Listen, spielt mit Zahlen, macht eine Karte.

Das Kartieren, in dem der Ort einfach skizziert wird, an dem man gerade war, ist eine sehr verbindende und lehrreiche Aufgabe. Was gab es da eigentlich alles? Wo genau verlief der Fluss. Oder auch wenn ihr dort seid, dass ihr euch wirklich den vorstellt und einmal eine Karte erstellt, wo es was zu finden gibt. Zeichen von Wildtier-Spuren können mit aufgenommen werden.

Eine Soundmap ist ebenfalls eine gute Aufgabe. Hierbei werden Geräuschen in der Nähe im Journal notiert. Hierbei versuchst du Entfernung, Richtung und Objekt zu bestimmen. Du kannst grundsätzlich auch den Kalender der ersten Male führen. Indem ihr wöchentlich oder täglich oder auch in einem Jahreskreis aufnehmt, was ihr gesehen habt. Davon habe ich dir ja auch schon mal in einem anderen Artikel erzählt.

Was kann denn jetzt alles im Journal stehen?

Du kannst Listen erstellen, du kannst aber auch Gedichte reinschreiben, Sketche machen, du kannst Kräuter mit reinnehmen und diese lernen, Diagramme erstellen, Notizen, eine Beschreibung von dem Objekt.

Du kannst die Historie einer Art oder einer Region mit aufnehmen, du kannst die Migration von Vögeln, Schmetterlingen oder Schwebfliegen mit aufnehmen. Wo gehen sie hin, wo kommen sie her? Du kannst die Metamorphose mit reinnehmen, die Sinne aktivieren, in dem du vielleicht auf beschreibende Wörter eingehst, die Fantasie anregen. All das ist möglich.

Der Natur-Code

Haltet euch, wenn ihr draußen seid, bitte an den Naturcode, das bedeutet Respekt gegenüber der Natur. Schüre keine Ängste und hinterlasse den Platz besser, als du ihn vorgefunden hast. Ganz wichtig ist aber auch, dass ihr ganz viel Spaß habt.

Geht gut miteinander um, bleibt auf den Wegen, überlastet das Ökosystem nicht und nehmt natürlich immer euren Müll mit. Informiert euch einfach über die geltenden Regeln bei euch in eurem Gebiet.

Equipment

Wenn ihr rausgeht in die Natur um zu journalen, dann wäre es wichtig, dass ihr auf die Kleidung achtet. Nehmt auch gerne Snacks und Getränke mit und vielleicht einen Zeckenschutz oder Sonnenschutz, je nachdem was ihr braucht, damit ihr da gut vorbereitet seid.

Ansonsten braucht ihr euer Notizbuch, einen Stift und wenn ihr möchtet auch Farben. Ich selber habe immer einen kleinen Wasserfarbkasten dabei. Eine Lupe und ein Maßband sind auch immer eine gute Wahl. Genauso wie ein Sitzkissen. Lass dich nicht vom Journal abhalten, nur weil du meinst, dass du nicht die passenden Utensilien hast.

Es geht eher um persönliche Vorlieben. Magst du ein Ringbuch oder doch ein gebundenes Notizbuch? Es sollte hauptsächlich stabil sein, das ist ganz wichtig.

Wenn du für dein Kind ein Journal aussuchst, dann lass es selbst entscheiden.

Beim Papier ist es tatsächlich abhängig davon, wie du es einsetzen möchtest. Wollt ihr nur mit Buntstiften malen, dann ist eher ein glattes und feines Papier geeignet. Bei Wasserfarben wäre eine dickere Struktur ganz gut.

Beim Pinsel empfehle ich einen Wassertankpinsel.

Ein Täschchen nur für die Utensilien ist ganz praktisch, damit es schnell mal mitgenommen werden kann und Ordnung vorherrscht.

Ein Bestimmungsbuch ist dann noch zu empfehlen, je nach Interesse vielleicht auch erst mal nur in der Bücherei ausleihen um zu schauen, was für euch passt.

Perfektionismus loslassen

Es geht beim Nature Journaling wirklich nicht darum, schone Bilder zu malen. Trotzdem werden sich eure Fähigkeiten enorm verbessern, je mehr ihr übt. Man muss die Perfektion einfach loslassen und es so hinnehmen, wie es dann eben kommt und das ist absolut gut und richtig. Zeichnen ist eine Fähigkeit, die jeder lernen kann und ein hohes Level an realistischen Zeichnungen kann tatsächlich jeder erreichen. Zeichnet was ihr seht, nicht was ihr denkt zu sehen. Das ist eigentlich die Essenz des Zeichnens.

Gemeinsam Journaln

Am allerbesten ist es, wenn Eltern selbst ein Journal führen, um auch gute Gewohnheiten zu etablieren und dem Kind ein Vorbild zu sein.

Dein Kind wird sehen, dass auch du vielleicht kein Künstler bist und auch erst anfängst. Dein Kind sieht dann, dass du trotzdem dranbleibst, auch wenn es einmal schwierig wird und dass auch du frustriert sein kannst und trotzdem weitermachst. Das an sich ist schon ein sehr, sehr großes Learning für dein Kind.

Das Nature Journal ist zum Arbeiten gedacht. Es darf schmutzig werden, es darf nass werden, es darf ausprobiert werden, es darf gesammelt werden, es darf auch Farbe, zum Beispiel Blütenfarbe, eingerieben werden. Es ist ein kleiner Schatz, der geliebt und geschätzt wird von vielen Kindern.

Manche Objekte haben wirklich sehr viele Informationen. Fangt deshalb klein an, auch um dein Kind zu motivieren. Hilf deinem Kind, indem du Fragen stellst. Welche Form hat das Objekt? Wie ist die Textur, die Größe, die Farben? Geht in die Beschreibung über. Wie sieht zum Beispiel eine Schneeflocke aus? Ist sie weich? Kalt? Wie fühlt sie sich an?

So unterstützt du die Beobachtung, vermeidest aber dich zum Mittelpunkt der Beobachtung zu machen und stehst nicht zwischen dem Lernen und dem Kind.

Konturenzeichnung

Eine sehr schöne Übung, die ich wirklich gerne mache und die jedem Spaß macht, ist die Konturenzeichnung. Auch das kann einfach als Übung immer wieder regelmäßig mit eingebaut werden. Bei der Konturenzeichnung schaut man sich ein Objekt an, wie z. B. ein Blatt. Dieses Blatt hält man vor sich und zeichnet es, ohne den Stift einmal anzuheben und ohne auf das Papier zu sehen einmal nach. Das geht schnell, es macht viel Spaß und man wird tatsächlich immer besser darin. Wenn dann noch die Metadaten, wie das Wetter, die Zeit und der Ort mit eintragen werden, hat man schon eine fertige Journalseite.

Die 5 W‘s

Um Informationen im Journal zu sortieren, kannst du die 5 W’s nutzen, die man auch aus dem Journalismus kennt. Das wären wer, was, wo, wann und warum. Dadurch kannst du Struktur in das Journal bringen und dir fällt das Fragen stellen leichter.

Falls eine Frage nicht beantwortet werden kann, dann einfach überspringen. Das ist überhaupt nicht schlimm und vielleicht kann sie einfach NOCH nicht beantwortet werden und du findest die Antwort später noch heraus.

Gerade was die Artenkenntnis betrifft, kommt mit der Zeit durch die Beobachtung immer mehr dazu. Und wenn zum Beispiel eine Knospe eure Aufmerksamkeit bekommt und ihr sie nicht direkt zuordnen könnt, dann könnt ihr das vielleicht im Verlauf des Jahres nachholen. Wenn sie dann Blüten und Blätter trägt einfach nochmal hinschauen.

Alles was dich interessiert darf notiert werden. Das dürfen auch durchaus gefühlvolle Dinge sein, wie zum Beispiel: wie fühlst du dich? oder wie ist das für dich wenn …? Das sind wirklich meine absoluten Lieblingsfragen.

Stiftekilometer

Und was machen wir an Regentagen, wenn wir nicht raus können und wenn wir unsere Naturschätze aus der Naturschüssel schon fertig gezeichnet haben? Dann dürfen wir durchaus auch aus Büchern lernen.

Einfach Bilder nachzeichnen, vielleicht aus Bestimmungsbüchern, Tierlexika, oder Pflanzenbüchern. Alles zählt, was an Übung dazu kommt.

Feedback oder Feedforward?

Wenn ein Kind von dir Feedback möchte zum Bild, vermeide auf das schöne Bild einzugehen und konzentrier dich auf die Fragen. Zum Beispiel: mir ist aufgefallen, dass …, ich sehe du hast … mit aufgeschrieben, warum? Nimm die Ästhetikfragen heraus, damit signalisierst du, dass es eben nicht um die schönen Bilder geht, sondern um den Lernprozess des Kindes. Es geht hier nicht um Perfektionismus.

Zusammenfassung

Durch das Nature Journaling wird die Beziehung des Kindes zur natürlichen Welt gestärkt. Unsere Aufgabe als Eltern ist es, dem nicht entgegenzustehen, sondern diese zu fördern, zu unterstützen und unser Kind zu ermutigen. Ich hoffe, du konntest etwas Inspiration mitnehmen.

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