Heute schreibe ich über ein Thema, das mir ganz besonders am Herzen liegt. Es geht um naturnahe Gärten und wie sie nicht nur ein Paradies für die Natur, sondern auch für unsere Kinder sein können. In der heutigen Zeit haben Kinder immer weniger Zugang zur Natur. Deshalb bieten gerade naturnahe Gärten eine wunderbare Möglichkeit, ihnen die Schönheit und Wichtigkeit unserer Umwelt näher zu bringen. Also lass uns eintauchen in die Welt der naturnahen Gärten. Was ist ein naturnaher Garten eigentlich?
Ist das Wildnis? Ist das ein paar Brennnesseln in der Ecke? Ist es ein Vogelhaus am Baum?
Eine Mischung aus allem?

Ein Naturnahe Garten ist mehr als nur eine grüne Oase. Es ist Lebensraum, in dem Pflanzen und Tiere in einem natürlichen Gleichgewicht leben können und in dem heimische Pflanzen im Vordergrund stehen. Im Gegensatz dazu, bieten streng gepflegte Gärten, in denen oft Exoten gepflanzt werden und auch chemische Düngemittel zum Einsatz kommen weniger bis keinen Lebensraum.

Naturnahe Gärten sind somit Lebensraum und Nahrung für eine Vielzahl von heimischen Tieren und besonders wertvoll für Kinder, weil Kinder durch Erleben und Beobachten lernen. Ein naturnaher Garten ist wie ein lebendiges Lernzimmer oder Klassenzimmer, in dem sie Jahreszeiten hautnah erleben, das Wachstum von Pflanzen beobachten und auch die Insekten entdecken können.
Hier können Kinder lernen, wie wichtig es ist, Natur respektvoll zu behandeln und diese zu schützen. Ein naturnaher Garten fördert auch die körperliche Aktivität. Ob man im Garten beim Pflanzen aktiv ist, beim Ernten oder einfach nur im freien Spiel. Kinder bewegen sich mehr, was dann auch für ihre motorischen Fähigkeiten und ihre Gesundheit insgesamt förderlich ist. Außerdem ist ein naturnaher Garten für die emotionale und die geistige Entwicklung besonders wichtig. Der Kontakt mit der Natur reduziert nachweislich Stress und fördert Kreativität und Konzentration.

Wenn du ein paar Tipps brauchst, wie du einen naturnahen Garten mit Kindern und für Kinder gestalten kannst, dann wäre folgendes wichtig: wähle heimische Pflanzen, und besonders auch die, die in deiner Region heimisch sind, damit du auch lokale Insekten und Tiere anlockst. Hier wären Wildblumen wichtig, sowie Bärensträucher und Kräuter. Lass dich hier beraten von einem Fachhändler und Gärtner deines Vertrauens.
Es gibt auch viele, tolle Zeitschriften, Literatur und Internetseiten, auf denen man nachschauen kann, welche Pflanzen heimisch sind und welche man in seinen Garten bringen darf. Eine Wasserstelle wäre gut. Da eignet sich ein kleiner Teich oder auch eine kleine Wasserschale.
Hier finden Vögel und Insekten dann eine wunderbare Trinkmöglichkeit. Und wenn du Platz für einen Teich hast, auch Amphibien. Kinder können das, was dort am Wasser alles passiert gut beobachten.

Achte darauf, dass du gerade, wenn du für Insekten oder Vögel eine Wasserstelle anlegen möchtest, dass du hier ein paar Steine, Stöcke oder Murmeln, so in der Schale verteilst, dass auch keine Insekten darin ertrinken können. Und wenn du eine offene Wasserfläche hast, wie ein Teich, dann sollte dieser immer so konzipiert sein, dass er flach abfallend ist, damit auch Tiere, die dort zum Trinken hinkommen, irgendwie wieder rauskommen. Das ist auch ganz oft ein Problem von unseren Pools, Teichen und Regentonnen mit einer Kante.
Hier sollte darauf geachtet werden, dass wirklich immer eine Abdeckung angebracht ist, die groß genug ist und das Gitternetz klein genug ist, dass keine Tiere reinfallen können. Selbstverständlich ist das auch wichtig, wenn wir kleine Kinder haben. Achte hier immer darauf, dass Wasserflächen eben nicht zu einer Gefahrenstelle werden.


Die Anlage eines Gemüsebeets und eines Kräutergartens ist eine tolle Idee mit Kindern, weil sie ihre eigenen Pflanzen aussäen, pflegen und ernten. Ein kleines Gemüsebeet oder ein kleiner Kräutergarten reicht hier oft schon, um sie in die Welt des Gärtnerns einzuführen.

Kinder essen viel lieber das, was sie selbst geerntet haben. Da probieren sie dann sogar Radieschen oder Brokkoli, auch wenn sie das sonst nicht so gerne mögen.
Natürliche Spielbereiche zu schaffen, ist auch immer eine gute Idee. Ein Sandhügel, in dem sie sandeln können oder ein Weidentunnel vielleicht sogar. Ich bin am überlegen, ob ich das nicht bei uns im Garten auch noch irgendwie umsetzbar wäre.

Das sind Bereiche, die gerade zum Spielen und Fantasieren anregen und die Kinder richtig ins Tun kommen. Die Rolle der Eltern oder auch Erzieher oder Oma und Opa spielen eine ziemlich entscheidende Rolle. Die Kinder für die Natur zu begeistern, ist etwas, was dazu gehört. Gemeinsam gärtnern, gemeinsam beobachtet und auch das Interesse der Kinder an der Natur wecken, ihnen Werte wie geduld und Verantwortung übermittelt und vermittelt.
Erzieher oder auch Lehrer, können das auch sehr gut als pädagogisches Werkzeug nutzen, um Kinder für Umwelt und Naturschutz zu sensibilisieren. Ein Schulgarten oder ein Garten am Kindergarten oder an der Kita ist eine tolle Möglichkeit.

Vom grünen Klassenzimmer bis natürlich Biologie, Deutsch und Mathe können alle Fächer in einem Schulgarten auf motivierende Weise unterrichtet werden. Ein Naturgarten ist nicht nur ein Gewinn für die Natur, sondern auch für unsere Kinder.
Er bietet ihnen einen sicheren Ort zum Spielen, zum Lernen, zum Entdecken und fördert gleichzeitig die Entwicklung in vielerlei Hinsicht. Wenn du also darüber nachdenkst, einen naturnalen Garten zu gestalten, dann hoffe ich, dass dir meine heutigen Tipps ein bisschen weiterhelfen konnten und gefallen haben.

Wir gehören nicht zu den Glücklichen, die direkt einen Garten am Haus stehen haben. Wir haben auch lange gesucht und einen Garten gepachtet.

Wenn dich interessiert wie es bei uns aussieht, dann schaue gerne auf Instagram vorbei. Hier siehst du ein paar Impressionen. Oder hör in den Podcast Folge neun rein.

Bis ganz bald.

Avatar von Sara

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