
Quagga – eine Unterart des Steppenzepras
Der neue Studiengang an der pädagogischen Hochschule in meiner Nähe wurde just zu der Zeit entwickelt und veröffentlicht, als ich nach einer Umorientierung gesucht habe. Irgendwie auch Unheimlich. Als wäre dies ein Wink an mich gewesen, da er ja genau das beinhalten würde, was ich mir schon seid Jahren, vielleicht sogar schon als Kind gewünscht hatte. Es ging um Tiere, Pflanzen und die Erde. Es ging um Zukunftsfragen, Ethik und Pädagogik. Ich war so aufgeregt und platzte beinahe, als die Rückmeldung kam und ich eine Zusage erhielt.
Das musste klappen. Ich musste Studium und Familie irgendwie unter einen Hut bringen. Das wollte ich wirklich schaffen. Doch das erste Semester war hart. Der Stoff war schwierig und ich hatte kaum Zeit zu lernen. Mein kleiner Junge hatte überhaupt keine Lust auf die Fremdbetreuung. Irgendwann hatte er auch keine Lust mehr auf die Betreuung durch Familienmitglieder. Mitnehmen durfte ich ihn nicht, obwohl sich die Hochschule den Stempel „familienfreundliche Hochschule“ auf die Homepage schrieb. Davon merkte ich nichts. Veranstaltungen zu unmöglichen Zeiten und ein Workload der seinesgleichen suchte, dies erschwerte meine Situation daheim. Ich war verzweifelt. Sollte mein Traum etwa scheitern? Sollte ich den Beruf nicht lernen können, den ich aus Motivation einer besseren Zukunft für mein Kind ausüben wollte? Wenn ich selber nichts für die Zukunft leisten konnte, wer sollte es dann tun?
… und außerdem war ich wieder schwanger.

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