
Der Auerochse – Wildform unseres heutigen Rindes
Über die Jahre habe ich immer wieder von Arten gehört oder gelesen, die ausgestorben sind. Irgendwann war es nichts besonderes mehr. Es war eben so. Tiere sterben aus. Das musste nach meinem damaligen Verständnis auch vollkommen in Ordnung sein, da ja niemand etwas dagegen tat. Niemand sprach darüber. Vom verschwinden der Artenvielfalt ging wohl keine Gefahr aus.
Mit dieser Denkweise, hatte ich einen Graben geschaffen. Ich hatte mich, ohne es zu merken, von der Natur entfremdet. Es war wohl nicht wichtig, sich für den Erhalt einer Art einzusetzen. Es war kindisch, über Tiere und Natur zu sprechen. Zeit in der Natur verbringen, das wollten meine Freunde sowieso nicht. Der Wald war gefährlich und auf einem Hof wurde man ja nur schmutzig. Wollte ich dazu gehören, hatte ich diese Ansicht zu teilen. Zumindest äußerlich. Wichtiger war damals sowieso die Technik, der Start Sozialer Medien und die Wirtschaft durch Konsum am Leben zu erhalten. Mit Freunden auszugehen, der Führerschein und sich durch die Modemagazine durchzushoppen. Doch ein kleines Fünkchen Naturverbundenheit, das konnte ich mir bewahren. Ganz still und heimlich Wartete dieser Funken nur darauf, endlich wieder lodern zu dürfen.

Hinterlasse einen Kommentar